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Newsletters
We will keep you informed about the progress of the individual sub projects through a newsletter.

In addition, in co-operation with the practice "Hof zur Kirschblüte", we regularly send texts from the works of Samuel Widmer Nicolet on selected topics.
Here below you can find all Samuel Widmer's newsletters (partly in English) which he wrote for the friends of the movement of self-knowledge, and the newsletters with his texts published from 2018 until now.




Newsletters with texts of Samuel Widmer
These newsletters are only in German. If you are interested in reading Samuel texts you can use e.g. deepl.com for an online translation.

Oktober 2020
Abstract: Was Menschen fehlt, was sie nie entwickelt haben, was ihnen abhandengekommen ist, ist eine Leidenschaft, eine Liebe für das Ganze des Lebens. Sie geben zu schnell auf, haben keine Energie über ihre Eigeninteressen hinaus. Es fehlt ihnen die Kraft des Unkrauts, um ein anderes Bild zu bemühen […]. Unkraut, das heisst, lebendige Pflanzen können nicht anders, als nach Entfaltung streben. Auch wenn sie mit Unkrautvertilger am Wachstum gehindert werden, streben sie weiter danach. Sofern man sie nicht ganz abtötet, können sie nicht lassen, es immer wieder neu zu probieren. Ein Unkraut, eine Pflanze sagt nie: „Das macht doch keinen Sinn mehr, ich gebe auf.“ Sie folgt einfach weiter ihrem Impuls, ihrer Leidenschaft, ihrem inneren Imperativ. Diese Kraft fehlt den Menschen oft. Entweder ist sie gebrochen in ihnen oder sie haben sie einfach nicht. Sie sind noch nicht für sie erwacht. Sie sind noch nicht erwachsen geworden. Mehr...
August 2020
Abstract: Auf das Ausgeschlossensein möchte ich noch besonders eingehen: Dieses Gefühl, das wir alle in Beziehungen erfahren haben, das wir nicht wieder erleben wollen und das uns hindert, wirklich beziehungsfähig, wirklich auch gruppenfähig zu sein. Wenn du dich mit ihm anfreunden kannst, entdeckst du stattdessen das Dazugehören, entdeckst du, dass Angst und Abwehr dich ausschliessen und dass nichts und niemand dich wirklich draussenhalten kann, wenn DU einschliesst. Einschliessen heisst aber, alles einschliessen, unter Umständen auch denjenigen, der dich ausschliesst, wenn das Leben es von dir fordert. Unsere Gefühle und Gedanken isolieren uns vom Ganzen. Mehr...
Juni 2020
Abstract: Die Ohnmacht, dieses so äusserst schwer zu integrierende Gefühl, erschliesst mir eine bedeutsame Wahrheit, wenn ich ihr zuzuhören lerne. Dann kann ich erkennen, dass ohnmächtig sein nicht nur heisst, selbst keine Macht zu haben, sondern auch der Macht des andern gegenüberzustehen, und das heisst letztlich der Macht des Universums, der ich mich anschliessen und von der ich mich tragen lassen kann. Mehr...
April 2020
Abstract: In der Wüste ist der Abend die Zeit der Versöhnung und der grössten Entspannung! Über das Alleinsein und die Freiheit lernst du in der Nacht: Nur im Alleinsein findest du Heimat und ganze Freiheit. Alleinsein ist ein Fundament, der Boden, auf den du dein Leben baust, daraus nur kann Liebe blühen. Freiheit ist ein Himmel, in den du reisen kannst ohne Grenzen. Und darin singen die Grillen ein Lied aus Tiefe und Weite, und die silberfarbenen Wüstenfüchse heulen dem Mond ihre Leidenschaft entgegen, und die Nacht ist voller Magie… Mehr...
Februar 2020
Abstract: Die Einsamkeit genommen, das ist Alleinsein und darum auch Liebe und darum auch der Tod. Deshalb kann ich auch fragen: Was finde ich, wenn ich am Ende meines Lebens nach einer lebenslangen Vorbereitung in der anderen Welt ankommen werde, wenn ich am Tod vorbeigelassen werde, weil er mich als würdiges Gegenüber nicht berührt und nicht verstreut in alle Winde, mein Bewusstsein nicht wieder über das ganze Universum verzettelt, wie es dem geschieht, der auf die Chance der anderen Möglichkeit verzichtet hat, es nicht von mir zurückfordert als nicht genutztes Pfand? Mehr...
Dezember 2019
Abstract: Geiz ist verantwortlich für den Hunger und die Armut auf unserem Planeten, für das Darben der Vielen und die Übersättigung der Wenigen. Im Geiz finden wir das Kondensat aller Anpassung und der Diktatur ihres Regelwerks. Dass der allgegenwärtige Geiz, allenthalben gerechtfertigt als vernünftige Lebenshaltung, durchwegs vollkommen verdrängt ist, ist sein Hauptproblem. Für den eigenen Geiz, das heisst, für das Eingefrorensein allen Lebendigseins im eigenen Innern zu erwachen, ist daher ein vordringliches Muss für jeden Schüler der Selbsterkenntnis. Viele versuchen sich darum herum zu mogeln, weigern sich, sich einzugestehen, wie total geizig sie tatsächlich sind, weil sie sich der Konsequenz aus dieser Einsicht, dem fairen Teilen, nicht stellen wollen.
Oktober 2019
Abstract: Alleinstehen beinhaltet, damit aufzuhören, irgendwo zu irgendetwas dazuzugehören, nicht wahr? Man ist verbunden mit allem, aber man gibt jede Zugehörigkeit auf. Alleinstehen bedeutet aber auch, sich in keiner Weise anzupassen, um es anderen irgendwie rechtmachen, sie zufrieden stellen zu wollen. Man ist definitiv sich selbst. Man liebt – das sowieso –, aber man befriedigt keine Erwartungen. Alleinstehen ist das Ende der Erwartung von Anerkennung.
August 2019
Abstract: Danke zu sagen für eine Hilfeleistung, dankbar zu sein für ein Geschenk ist oft nicht mehr als eine gesellschaftliche Floskel. Aber das Empfinden von Dankbarkeit ist ein Blitz aus dem Allerinnersten, der einen in besonderen, in tiefen Momenten überkommt. Natürlich ist damit nicht die Art von Dankbarkeit gemeint, die eine aufgesetzte, gesellschaftliche Moral fordert. Dankbarkeit für das Leben, Dankbarkeit, sein zu dürfen. Dankbarkeit für die Erde, für die Existenz. Dankbarkeit, dabei sein zu dürfen. Dankbarkeit, lieben zu dürfen.
Juni 2019
Abstract: Samuels Studie über das Inzesttabu ist sein Vermächtnis an die Welt, eine Welt die leider das Geschenk (noch) nicht schätzen kann. Ganz im Gegenteil, das hat ihm nur Probleme verursacht; es wurde ihm sogar unterstellt, er würde Inzest gutheissen. Sein Anliegen war aber ein tieferes Verständnis der Ursachen, welche zum Inzesttabu geführt haben. Ihm ist es immer ums Tabu und nicht um den Inzest gegangen.
April 2019
Abstract: Wir Menschen funktionieren eigentlich recht einfach. Wir wollen unseren Willen haben, sonst werden wir gewalttätig und reagieren mit allerlei reaktiven, inneren Zuständen wie Selbstmitleid, Trotz, Wut, Destruktivität, mit uns Gehen-Lassen, mit Sucht und Bosheit. Diese Reaktionsweise kann man bei jedem kleinen Kind beobachten. Wenn es richtig erzogen und dazu angehalten wird, gibt es sie mit der Zeit auf; bei vielen Menschen bleibt sie ein Leben lang das vorherrschende Reaktionsmuster. Auf dem Weg des Lernens, um seinen Willen schliesslich dranzugeben, warten auf uns natürlich auch alle abgewehrten Gefühle, aller Schmerz, alles Weh, die bewältigt werden wollen.
Februar 2019
Abstract: Sobald wir still werden, begegnen wir uns selbst, wie wir wirklich sind, wo wir im Moment stehen. Daher sind wir nie still, weil wir uns selbst fürchten und meiden. Wenn wir die Angst davor überwinden, begegnen wir zuerst unserer Oberfläche, dem Stress, den unaufhörlichen Gedanken, der Leere und Langeweile unseres Lebens, der Angst und Verwirrung nicht zu wissen, wer wir sind. Wenn wir dem nicht ausweichen, löst sich das auf, allmählich, und es tauchen tiefere Schichten auf, schwierigere Gefühle, die immer feiner und differenzierter werden, wenn wir ihnen nicht aus dem Weg gehen, bis wir schliesslich zur Leere und damit zur Stille, zur Grundsubstanz oder ganz einfach zur Liebe vordringen.
Dezember 2018
Abstract: Ist nicht Freundschaft eine Art der Verbindung, die auf völliger Freiheit einerseits beruht, die aber auch Unverbrüchlichkeit über Freud und Leid, Tod und Trennung hinweg beinhaltet und die dieses scheinbar Paradoxe zu einer Einheit zu verschweissen versteht, die wir Liebe nennen? Ist es nicht dieses Bezogensein, an dem uns mangelt, das fehlt in unserem Alltag? Freundschaft existiert nicht; wir kennen sie nicht. Ich kenne kaum jemanden, der fähig ist, diesen Anspruch zu erfüllen. Und unser Scheitern ist bereits in diesem einfachsten Bereich in uns, dem sexuellen, durch Tabus, Gebote und Verbote so sehr einprogrammiert, dass sich viele Leute auf eine echte Auseinandersetzung mit diesem Thema gar nicht mehr einlassen wollen. Und doch ist Freundschaft genau dies und möglich. Welches wären denn die Voraussetzungen, welche wir erfüllen müssten, dass dieses Fehlende wieder einziehen könnte in unserem Leben und uns mit Sinn und Freude erfüllen würde?
September 2018
Abstract: Das letzte Buch von Samuel Widmer ist erschienen! Die Erneuerung von uns selbst und unserer Welt – Briefe an die Freunde der Bewegung der Selbsterkenntnis
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August 2018
Abstract: Was berechtigt mich eigentlich, meine Liebe grosszügig auf verschiedene Menschen zu verteilen, etwas von der Liebe zu dir wegzunehmen und einen anderen Menschen damit glücklich zu machen? Die Konditionierung verlangt von uns diesbezüglich Ausschliesslichkeit. Natürlich darf und soll man seine Liebe auf seine Kinder, seine Angehörigen und auch noch auf ein paar Freunde verteilen; aber die Liebe zwischen Mann und Frau soll davon ausgegrenzt bleiben, auch wenn niemand weiss, wie das gehen soll, es niemandem so richtig gelingt, die Liebe in entsprechende Kästchen zu sperren, weil sie bei diesem Versuch mickrig wird, wenn sie nicht ohnehin stirbt.
Juni 2018
Abstract: Heiraten, wie wir es tun, ist eine falsche Sache. Heiraten, das muss etwas sein zwischen zwei Herzen oder mehreren Herzen, ein Versprechen das nur im Innern gegeben und im Innern gehalten wird. Äusserlich, unter Einmischung von Kirche und Staat, wird es Teil unserer ganzen verlogenen Strukturen, die wir nur geschaffen haben, weil wir dem andern doch nicht wirklich trauen und uns selbst nicht zu trauen ist, weil wir eine Sicherheit wollen, damit wir den Partner vor Gericht bringen können, dass der Gerichtsstand schon klar ist im Falle von Streitigkeiten. Wir lassen uns trauen, weil wir einander nicht trauen.
Mai 2018
Abstract: Unsere Sehnsucht führt uns in Süchte – oder in die Liebe, je nachdem, wie wir mit ihr umgehen. Sie verführt uns dazu, uns einzulassen, auf Dummheiten oder Schönheiten, auf Wesentliches oder Banales, je nachdem. Letztlich, wenn wir reif werden, führt die Sehnsucht uns über alles hinaus, ins Grosse, ins Unermessliche, dessen Ruf eh durch unser ganzes Leben hallt, um sich am Ende mit unserem Tod durchzusetzen. Aber um in diesem endgültigen Flug bestehen zu können, ist es wichtig, einen guten Boden zu schaffen, von dem aus wir abfliegen können. Eine Heimat. Das beinhaltet den beschwerlichen Prozess der materiellen Existenz zu meistern: Geschäfte gründen, Häuser bauen, Kinder kriegen. Die Liebe, die wir konkret ins Leben bringen, umgibt uns am Ende. Sie wird unser Zuhause. Sie trägt uns auch. Von diesem Fundament aus können wir uns getrost für das Grosse, für das Unermessliche öffnen. Die Liebe ist die Heimat, die uns hält, so dass wir nicht verloren gehen dabei. Die Liebe und der Tod gehen deswegen Hand in Hand, weil erstere uns letztlich ins Unermessliche katapultiert. Die Liebe ist ein Prozess des kontinuierlichen Sterbens. Sie hilft uns, allem abzusterben, was vergänglich ist, was nicht ewig ist. Schliesslich fällt alles von uns ab, was sie nicht ist. Darum sind der Tod und die Liebe eines.
März 2018
Abstract: „Warum versteht ihr alle nicht zu lieben?“, hatte [Celia] geklagt, indessen Sebastian nur geschluchzt hatte. „Warum gibt es niemanden ausser Sebastian, der sich wirklich der Liebe ergeben hat? Warum fallt ihr alle immer wieder zurück in die alte Geschichte?“ Einfach zusammengebrochen war Sebastian. Mit grossen Tränen, schweren Augen hatte er sie alle betrachtet. Parvati war erschüttert gewesen. Von den Fragen Celias, von Sebastians Blick. Von der ungeschminkten, unversteckten Wahrheit seines Weinens. Seines Ausdrucks. Sie hatte gewusst, dass Celia Recht hatte. Ihre eigene Traurigkeit sagte es ihr ja schon die ganze Zeit. Niemand verstand sich auf die Liebe. Alle waren sie gefangen in ihrer Abwehr des Schmerzes, des Verlorenseins, des Ungeliebtseins. In den endlosen Reaktionen und Verleugnungen, die sich in den Strukturen der bürgerlichen Unmoral und des Besitzdenkens niedergeschlagen haben. Und sie hatte eingesehen, tief in sich drin begriffen, dass nur das Anerkennen dieses Schmerzes die verschüttete Quelle wieder freisetzen würde. Dass da nichts anderes half. Und dass fast niemand wirklich dazu bereit war. Dass all ihre feinen Freunde nicht dazu bereit waren.
Januar 2018
Abstract: Eine Weihnachtsmeditation
Man vergisst es manchmal fast vor lauter Auseinandersetzung mit den Konflikten, die zwischen den Menschen zu lösen sind, vor allen Wundern aber auch, die sich erschliessen, wenn man der Entfaltung des Gesunden im Strang des Gemeinsamen folgt: Es gibt noch das Allertiefste, das Allerhöchste, das Allerinnerste, das, was man nur im Alleinsein, in der tiefen, meditativen Erschliessung seines Innern findet, nämlich die Möglichkeit, dass sich unser Wesen ausdehnt, ausdehnt über alle Grenzen hinaus, dass wir erwachen für das Ganze, dass nicht nur unser Herz, sondern auch unser Kopf sich öffnet und alles, alles umfasst im einen grossen Mitgefühl, dass sich unser Bewusstsein ausfaltet und den ganzen Kosmos umspannt, das All, das Eine, und Liebe und Stille ist, jenseits oder inseits von allem.

Newsletters of Samuel Widmer - Letters to the Friends of the Movement of Self-Knowledge
The translation of the newsletters from German is still in progress, that's why only some of them are in English here.
The letters are published in the book "Die Erneuerung von uns selbst und unserer Welt, 2018", which will be available in English in a near future.

Januar 2016
Abstract: One year ago, in an unguarded moment while lying naked under the sun of the wonderful Neredu Valley in India, I predicted to my wives that the upcoming year was going to be ‘The Year of Decline’. We had come to rest and recuperate from the efforts of the previous year (2014). A year whose summer we had named ‘The Tragic Summer” that followed on from ‘The Magical Summer” of the year before (2013). The statement was more intended to be humorous, however, it already told of disturbing premonitions that through the experiences of the past months seemed to tarnish the view of what was to come. Though none of us would have realised, how appropriately this would finally describe the events of last year (2015). The Year of Decline.
February 2016
Abstract: Before we can turn in my newsletters to the most important and fundamental concerns of the movement which we form together, as announced in our first letter, we would like to honour in this second letter a great support which can best hold together and nourish such a movement, dreaming. Dreaming, as described by Castaneda's Don Juan Matus. In Castaneda or rather his teacher Don Juan, we have found, next to Krishnamurti, another important teacher who has contributed towards the forming of intelligence in humanity as no other has done. Along with his comrades he found a language suitable to describe the unknown and the unknowable; realms that will only open up to humanity as a whole in the distant future.
March 2016
Abstract: With what are you occupied right now, at this moment? Do you ever wonder about this in the midst of the turmoil of your life? And what do you see? What do you recognize? What is your honest answer? Are you driven by fear, ambition or envy? Do you find yourself entangled in conflict? Are you full of defence, controlling and intellectualizing? Or are you at the moment taken up by love, embraced by love? Does one find you loving, do you find yourself loving, in every moment of life, whenever you stop for a while and ask yourself this question? Or are you at the moment occupied with something else? Self-knowledge. A good means to self-knowledge is every now and then to halt and confront such a question.
April 2016
Abstract: Are you really out there? Is there a movement out there at all? Is there anyone at all who is listening to me? Or am I deluding myself? Am I imagining something to protect myself from loneliness and indulge in an intoxicating sense of belonging? We are talking about a movement that we are building together. But is there really such a thing? Don’t worry, we are sober people. Not people who get carried away with things. We are not fooling ourselves. We know that there is no one out there. Running around out there are a lot of egomaniacs who want to have nothing to do with each other, all of whom are chasing the imaginations of their egos. Egomaniacs, who are not connected with each other in love. Isn't it so? We are alone. When we talk about movement, we mean the larger, impersonal movement of life, of love itself, that each one of us can join for himself, totally alone.
Mai 2016
Abstract: Dass wir eine Bewegung bilden zusammen, bedeutet nicht, dass wir einer Gruppierung angehören, uns irgendeiner Autorität unterwerfen. Es bedeutet lediglich, dass wir gemeinsame Anliegen, gemeinsame Interessen verfolgen, uns zusammen um Bedeutsames kümmern, im gleichen Feld kooperativ wirken. Jeder Einzelne steht in einer derartigen Bewegung allein, er ist sich selbst ein Licht. Er ist frei. Dies erkennt man leicht daran, dass derartige Bewegungen kaum organisatorische Strukturen aufweisen. Wir sind keine Organisation, wir bilden ein lebendiges Bewegtsein. Bevor wir uns in den nächsten Rundschreiben den speziellen Hilfsmitteln, die uns in der Selbsterkenntnis unterstützen, zuwenden, wollen wir uns, wie im letzten Brief angekündigt, mit der Liebe befassen.
Juni 2016
Abstract: Unser Leben, unser ganzes Sein, alle Existenz ist wie ein Traum, vergänglich wie ein Traum. Alles, was in Erscheinung tritt, wird wieder vergehen. Einen fliehenden Traum der Nacht wissen wir zwar von dem materiellen Erleben unseres Tages harter Realität vage zu unterscheiden. Aber beim Versuch, diesen Unterschied zu fassen, kommen uns schnell Zweifel, ob es überhaupt einen wesentlichen gibt. Alles ist vergänglich, alles Streben nur ein Haschen nach Wind. Nichts bleibt am Ende. Wir und alles, was immer mit uns zusammen zum Existierenden zählt, gehören zum Vorübergehenden. Alles ist nur Traum, nur flüchtiger Traum. Ist es folglich verwunderlich, dass Menschen seit jeher nach etwas gesucht haben, was unvergänglich, was ewig ist? Gibt es etwas, was nicht der Zeit unterworfen ist, das sich dem Diktat des Sterbens entziehen kann? Etwas, was den Tod nicht kennt? Gibt es etwas Entsprechendes in uns?
July 2016
Abstract: You could say that the movement that we form is involved in healing. Involved in healing and becoming healthy, on the one hand; involved in being healthy and using that state of health to give birth to a new world, on the other hand. We want to write a new healthy, wholesome story. A mind in meditation is wholesome, a spirit blossoming in love.
August 2016
Abstract: Is it not difficult at times, amid all the nonsense that surrounds us, to nevertheless find and sustain a perspective, to still believe that one day there will be a change in mankind towards more love and compassion? A real change, triggered not by regulations or dictates, but rather through understanding and self-knowledge. To be awake and blessed with intelligence in the midst all the superficiality and confusion that surges around us, seems almost as a risk factor for melancholia and doom. For without meaning and perspective, which can really get lost at times, one can hardly escape the abyss of depression. Every psychotherapist can tell you a thing or two about that. Against such, even though understandable notions, the warrior has an appropriate recipe: He creates his own mood. Even though he knows that this is the most difficult of all his endeavours, he nevertheless shows himself all the more persistent in accomplishing it. Is enlightenment ultimately a result of one’s own effort? Something you bring about by your own power? On the one hand, I would certainly agree with the warriors. The mood of the enlightened person ultimately comes from his unyielding intent to self-knowledge. That reaching this “goal” finally also needs grace, is another story that it seems we will get to talk about much later.
September 2016
Abstract: In Buddhism and Hinduism one is familiar with the spiritual concept of karma. According to this idea every action has its effect according to the karmic law. These consequences do not necessarily take effect in the present life, they might also only manifest themselves in a future one. The idea of karma is also strongly connected with the belief in reincarnation, another concept that assumes a chain of re-embodiments of the soul in diverse forms after their respective death. Whether these concepts describe reality according to observations or are just dogmatic beliefs of these world religions, is something that everyone will have to examine and judge on their own. In any case, fact is that these conceptions are often misunderstood or have been oversimplified for the masses, so that they are then definitely no longer comprehensible, as is often the case with religious concepts. True Psychotherapy, or rather transpersonal and psycholytic psychology, has, however, made similar discoveries but can also give the psychological explanation for these and for the psychological mechanism behind it.
October 2016
Abstract: To the psychological justification of the karmic law, which we have discussed last time, there is a supplement, which we had left out, as it is more suitable for the topic community than the topic psycholysis. There is actually another universal law that governs our access to joy, happiness, love and ecstasy. It is the law of ultimate justice. As all beings, we strive to feel as much joy, happiness, love and ecstasy as possible. Normally we tend to “get” these states, meaning we make them dependent on others who should impart these to us by their presence and affection. Though in fact, the measure of joy, happiness, love and ecstasy, which we can enjoy in the end, depends on our ability to feel. Everyone receives exactly as much as they can allow inside themselves. This again depends on how blocked someone is, i.e., how many feelings one has rejected, suppressed and repressed inside during one’s development period, and as a result, has to carry around unconsciously as muscular armour. This means, we are not only being “punished” by the accumulation of negative karma, meaning the blockage of the bliss-giving flow of energy as a result of many years of deeds of repression of feeling – but that we are also “rewarded” by our will to find self-knowledge, in that we can gain positive karma, the de-blocking of the energy flow within ourselves, and thus an abundance of ecstasy.
November 2016
Abstract: Am diesjährigen Entheo-Science Kongress in Berlin, an dem ich nicht einmal dabei war, haben sich die verschiedenen Strömungen der Bewegung, die wir bilden, getroffen und gegeneinander abgegrenzt. Im Anhang bringe ich das gelungene Schlussstatement von Christoph Kahse im Podiumsgespräch (1), das zu schauen, für das Verständnis der zugrunde liegenden Problematik sicher erhellend ist. Was mich betrifft, fand ich die Bemühungen der wissenschaftlichen Sektion der Psycholyse um eine Legalisierung immer begrüssenswert und notwendig. Aber mehr und mehr bin ich auch unsicher, ob es tatsächlich wünschenswert und hilfreich wäre, wenn die Psycholytika von Psychiatern und Wissenschaftlern verwaltet würden. Eigentlich gehören sie vor allem zurück in die Hände der gesamten Menschheit, in den Schoss ihres kulturellen Erbes, genannt Schamanismus. Wichtig scheint mir je länger desto mehr die Beendung des Krieges gegen die Drogen überhaupt und nicht deren Integration in die Schulmedizin als Teilstrategie dieses Krieges. Die Verleugnung der Liebe und ihrer revolutionären Kraft in diesem Prozess der Wiederherstellung menschlicher Grundrechte scheint mir ähnlich gefährlich wie die frühere Missionierung und Christianisierung der Erdbevölkerung, angeblich im Namen der Liebe, in deren Zuge zuerst alles natürlich Gewachsene und Lebendige verteufelt und vernichtet werden sollte, um dann darüber angepasste Nettigkeit zu züchten. Auch ein interessanter Artikel von Charles Eisenstein (2) erzählt brillant davon.
December 2016
Abstract: The Year of Foretold Promise that we talked about at the beginning of this year is coming to an end. We had announced it with a sense of humour, almost carelessly, at our Christmas meeting twelve months ago at the end of the Year of Decline in 2015. At that time we did not really know what the foretold promise might be and yet in the meantime it has become clear to us that we had not understood this correctly at the beginning. Last year we mistakenly looked out for what could have been promised and should now come true. But this would then have been the Year of Fulfilment, which, as far as we can see, will only come in two or three years' time. No, only in the Year of Promise Foretold did it become clear that a fulfilment was even promised. And this has ultimately carried us through the year. We expect next year to be the Year of Clarification.
January 2017
Abstract: Unfortunately self-knowledge at the beginning usually brings out unpleasant things for a long time. It is no coincidence that we humans tend to repress much of what we are, and how we behave and think, and even to hide it from ourselves. There is a lot about us that is not very noble at first. It is understandable that we then like to think that we are different, that we prefer to fool ourselves. Often only after a long process does the beauty of our being emerge and for many who embark on this journey, there is no guarantee that they will ever find their way out of the swamp of human misery into the inner beauty of this essence of being. It therefore takes a great passion for the beauty of the process of self-knowledge per se and a comprehensive perseverance to get to the bottom of the truth. It takes a passionate love for truth to fathom it all.
February 2017
Abstract: Self-knowledge is so fascinating because it will explain the entire world to you as part of the truthful recognition of yourself. Whether you study an atom, an elementary particle or even a quark, or whether you look at a social system or attempt to understand an individual human being or some part of nature, you will always be confronted with the basic characteristics and principles that apply throughout the universe. As soon as you study in detail an aspect or a part without isolating it from the whole, you will very quickly recognise that everything is connected, that nothing can be divided and the fact that everything follows the same call. So why not start with yourself?
March 2017
Abstract: Self-knowledge leads to freedom. But what is freedom? Is it something that you can establish in opposition to something else? Is it something that someone else can gift you? Freedom that depends on someone or something else cannot be freedom. It would leave you castrated. It does not exist in opposition or dependence on something. It stands for itself and knows no opposite. Freedom is an inner state, a space that opens up across all energy centres and emerges when we are not in conflict with anything at all, when we are able to accept everything as it is, when we are able to just be without reacting, when we internally stop the world, which is how the warriors summarise this state. Freedom arises from self-knowledge, the process in which we learn to practice merely pure seeing as an adequate response to everything that happens internally and externally. The freedom to see what is, however, must be there from the beginning so that the great space of freedom can open up in us during the process of seeing. Being able to accept everything as it is does not mean approving everything as it is.
April 2017
Abstract: What is needed in everything you do, including the process of self-knowledge, is passion. And such passion arises when you see a sense of purpose in what you are committed to. To break through conditioning, you first and foremost need to see it and recognise that you have been conditioned personally, and above all be aware of how and to what you were conditioned. It is not very helpful to think deeply about conditioning. You need to really feel the conditioning in yourself and sense what you have been drilled or trained for. To feel this, to actually perceive it, is already half of the necessary breakthrough. Real recognition takes power away from the patterns of conditioning so that they eventually fall away without difficulty and you can easily detach yourself from them. For example, admitting to myself that I am drilled to be dutiful and unobtrusive, to go through life fearful of my own strength and the authenticity of my own expression, quickly frees me from such or similar patterns of behaviour. You have to develop a great passion for all this if you want to make progress.
May 2017
Abstract: It is already cool. But the sun is warming me despite the crisp air. A cleansing barrenness fills the autumn days here in the mountains. It is good to be alone, far from the madness of humans and feel once again the centre of everything. The leaves cast shadows and sway in a light breeze. They form a swell of oneness. The sky is cloudless, now in the evening hours, and so transparently clear. It is quiet despite the cowbells in the distance. And all is still in itself even though there is this motion in everything. One is permeated by order, the sacred order of glorious being. In this newsletter we will deal one last time within the framework of our examination of self-knowledge with the defensive feelings that first overwhelm us when we venture out of the realm of conditioning, compliance and conformity, and honestly start trying to explore the question "What am I really?" or maybe better "What is it, that actually perceives?".
June 2017
Abstract: As promised, in this and the next two newsletters we will deal with the real feelings, those previously suppressed by these fear-con-trolled defensive states. We call them the rejected or original feelings, those which do not arise as a reaction to another unwanted feeling, but rather occur directly in the life process, triggered by traumatisation and hurt. To be more precise, we should of course add that defen-sive feelings do not only suppress rejected feelings, they can also suppress other defensive feelings. In the process of self-knowledge, the entire nested ego-structure created by this pro-cess has to be dissolved once again layer by layer and illuminated with consciousness. All the states, feelings, reactions and thoughts that we can perceive within us, usually hide something deeper that has been pushed out of our consciousness by defence and dissociation. In the same way as there were defensive feelings such as hate, avarice and jealousy lurking behind a wall of conformity reinforced by fear and defiance, using a precise approach we soon discover those things that these emotions and associated reactions want to suppress and control. And as we have already discovered beforehand, in the end there is even something beautiful hiding behind fear and defiance. While defiance is our latent power that, once liberated, breaks through every wall that constricts us, fear – exposed to the light of choiceless perception – re-fines itself increasingly into a careful, considered and cautious looking and acting that ulti-mately originates from seeing reality, from exact self-knowledge. In the light of conscious-ness, everything finds its way back into the natural pre-existing order that is actually present in the universe.
July 2017
Abstract: When people set out on the path of self-knowledge, they awaken for it and are at first often enthusiastic and progress rapidly. However, at some point their life theme, which for many people lies in the realm of rejected feelings, catches up with them. They come to a standstill and the breakthrough into the Innermost, which seemed so tangible at the beginning of the process, moves further into the distance again. Of course, there are also people, in fact the majority, who in connection with their life theme are already at a standstill in the defensive feelings. Jealousy, possessive thinking, need for control, competition and envy, are the ‘popular candidates’ among the feelings which they simply cannot let go. It is to be expected, however, that the people who are attracted to self-knowledge are those who are already a little more mature and that their main concerns are ra-ther the deeper feelings.
August 2017
Abstract: In our exploration of the path of self-knowledge in this newsletter, we come back one last time to the rejected feelings. In later letters we want to turn to specific aspects and transitions within the process of self-knowledge and then finally to our Innermost, which we hope to open up through this venture. Of course, there are many other emotional facets within the realm of rejected feelings - such as despair, sorrow, disappointment, rejection, being not understood, hopelessness, being lost, neediness and many more - that would be worth paying our attention to. They are all expres-sions and offshoots of the pain and woe that people always like to avoid. However, since eve-ryone adept in self-knowledge must anyway walk the entire path in substance and in person and cannot rely on the theoretical knowledge of others, it will suffice here to discuss only the most important rejected states in more detail. Within this process, every aspect of this inten-sive journey will anyway reveal itself to any serious explorer. And the principle behind it, which always remains the same, will also become increasingly clear to them: behind every defence and resistance, if we investigate carefully, we always discover repressed states, which in the case of defensive feelings, such as anger and hate, suppress other original rejected feel-ings, such as sorrow and shame. That these rejected feelings are still responsible for a certain evasion of reality and thus alienate us from our Innermost, is something that we will outline more clearly in a few months' time, when we get to know the core within ourselves.
September 2017
Abstract: In the forthcoming newsletters, dear friend, in order to meet our aim of outlining the path of self-knowledge – which was our intention in this second part of our discourse – we would like to examine, alongside our look at our innermost, some specific aspects of the entire theme, without which our work would not be complete. We expect to discontinue this letter project next summer. In this newsletter we want to look at what we have called the death point, and then in the next newsletter look at the other important transition, the stillness, power or insanity point as we call it.
October 2017
Abstract: After discussing the death point in the last newsletter, the transition from the defensive feelings to the rejected feelings between solar plexus and heart, we want in this newsletter to take a vertical view of the head level in our energy system and examine the second important transition: the stillness, power or insanity point. In a horizontal cross section through our personality, in the layer model, this would correspond to the even more difficult transition between the layer of rejected feelings and the core of the personality, the Innermost within us, for which we will then be ready in the next newsletter.
November 2017
Abstract: Actually, it's much too early to sing of the Innermost. There are still too many defensive structures in us that we need to understand and so many rejected feelings to open up before we are ready for it. But in India, in the Neredu Valley where we are currently staying, the innermost mystery is so close. Nothing else seems to be written and philosophized about here but this inner sanctum, which opens up to us in the end as soon as we have built up sufficient energy in the process of self-knowledge. The Samuel Gita , which I promised our Indian friends during our last visit here two years ago, and which I have now written and brought back with me, also tells us about this incomprehensible, this quantum sea in our Innermost, which opens itself up to us once we are able to escape from the restricting laws of the Newtonian object-world, or rather the accompanying monopolising structures of our ego-reality, and into an inner reality. At night, the sea of stars, the quantum sea, is so wide, so immense here! Is it external or internal?
December 2017
Abstract: Having advanced into the Innermost in our last newsletter, we have actually reached the goal of self-knowledge. What we are as human and energetic beings, we have now examined and understood. As we have seen earlier, the path of self-knowledge ends here. It affords access to the pathless land of meditation, which opens up from the Innermost, from the core within us, into the immensity of the mystery of the universal being. It is at this point that the perception of the adept of self-knowledge definitively detaches from his own self and begins to turn increasingly to the mystery that surrounds him, of which he is a part. Of course, this detachment from the fixation on one's own self and thus the commencement of meditation had already started long ago. It was with the awakening of the heart, with the awareness of the rejected feelings, that the compassion for everything and everyone began to awaken in the serious seeker. And it is with the complete comprehension of the wonder of one's own energy system through the awakening for the stillness point and crown, that the seeker’s exploration of himself is completely at an end.
Kirschbaumblütenblätterweiss

Farewell

I say goodbye
parting from suffering
Farewell to fear
I want to be love

I say goodbye
Farewell to longing
Farewell to hope
I want to be love

I say goodbye
Farewell to the human
Farewell to all feelings
Love lives in me